Stillen

Stillen in den ersten Tagen

Stillen in den ersten Tagen
Stillen in den ersten Tagen

Die ersten Stunden nach der Geburt sind für den Beginn der Stillbeziehung sehr wichtig, da jetzt der Suchreflex und der Saugreflex besonders ausgeprägt sind. Der beste Start in die Stillbeziehung ist, wenn das Baby nach der Geburt nackt auf den Bauch der Mutter gelegt wird und dort bleibt, bis es an der Brust saugt. Teilweise robben die Babys sogar selbst zur Brust und fassen diese ohne fremde Hilfe.

Manche Babys saugen bereits am Anfang energisch, andere wiederum nuckeln mehr oder schlecken vorsichtig an der Brustwarze.

In vielen Krankenhäusern haben Sie oder Ihr Partner die Möglichkeit, Ihr Baby auch unmittelbar nach einem Kaiserschnitt auf Ihren nackten Oberkörper zu nehmen und es so liebevoll willkommen zu heissen.

Sollte dies nicht möglich sein, können Sie die Anfangsphase auch jederzeit nachholen. Legen Sie Ihr nacktes Baby für einige Stunden direkt auf Ihre nackte Brust (känguruen). Dies fördert unter anderem die Milchbildung und lässt Ihre Beziehung von Tag zu Tag wachsen. Weitere hilfreicheThemen zum Beruhigen des Babys, zu den Stillzeichen, Stillpositionen, uvm. gibt es im Register. Einfach draufklicken und weitere wichtige Informationen erhalten.

Hier gibt es Interviews mit der Still- und Laktationsberaterin, IBCLC, Nancy Wunger:

Stillstart, Vorbereitung und Reicht meine Milch?

Langzeitstillen, Ernährung, Verhütung und Kinderwunsch

Tandemstillen, Einschlafstillen, Beikost, uvm.

Weiter interessante Artikel rund ums Baby und das Stillen gibt es in unserem Blog.

Der initiale Milcheinschuss

Am 2. bis 4. Tag nach der Geburt (manchmal auch am 6. oder 7. Tag und bei Frauen mit zu früh geborenen Babys erst am 10. bis 14. Tag) erfolgt allmählich der initiale Milcheinschuss – der Übergang von der Vormilch zur reifen Muttermilch. Die Brüste werden wärmer, grösser und voll. Die Milchmenge steigert sich. Oft wird dieser Vorgang von einer Brustdrüsenschwellung mit harten und schmerzhaften Brüsten begleitet. Durch häufiges Stillen ab Geburt und kurze, sanfte Brustmassagen kann einer Brustdrüsenschwellung vorgebeugt werden. Falls es trotzdem zu einem schmerzhaften Milcheinschuss kommt, können folgende Massnahmen hilfreich sein und dem Baby das Andocken erleichtern:

Reverse pressure softening Methode
Reverse pressure softening Methode
  • Regelmässiges Entleeren der Brust durch häufiges Anlegen oder Abpumpen, z. B. mit der elektrischen Milchpumpe Carum.
  • Kurzes Abpumpen vor dem Stillen, damit die Spannung nachlässt und das Baby die Brust besser fassen kann.
  • Bei einer starken Schwellung im Bereich des Warzenhofes hilft ein sanfter Druck mit den Fingerkuppen auf den Bereich rund um die Brustwarze in Richtung Brustkorb (Reverse pressure softening Methode). 
  • Kältewickel nach dem Stillen, beispielsweise mit dem Temperature Pack, können ebenfalls hilfreich sein.