Röteln, Windpocken, Masern und Mumps in der Schwangerschaft

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Windpocken, Röteln, Mumps, Masern und Herpes - Was ist zu beachten, wenn diese Erkrankungen in der Schwangerschaft auftreten?

Es gibt Erkrankungen, die auch Auswirkungen auf die Entwicklung des Ungeborenen haben, wie es ja von z. B. der Röteln-Infektion bekannt ist. Jede Schwangere wird auf die Röteln-Immunität sofort zu Beginn der Schwangerschaft untersucht. Die Immunität kann aus einer durchlebten Erkrankung oder auch Impfung resultieren. Wichtig für jede Frau im gebärfähigen Alter ist, über den Status informiert zu sein, denn sollte eine Schwangerschaft bestehen, ist bei fehlender Immunität keine Impfung in der Schwangerschaft möglich! Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten zwischen Impfung und Empfängnis sicherheitshalber einen Monat zeitlichen Abstand einplanen.

Sollte eine Rötelninfektion in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft auftreten, dann besteht das Risiko für Fehlbildungen des Gehirns und des Herzens beim Ungeborenen. Es kann zu Seh- und Hörstörungen beim Baby kommen. Nach der 18. Schwangerschaftswoche reduzieren sich die Gefahren.

Windpocken treten eher selten in der Schwangerschaft auf, da die Frauen eine Erkrankung meist schon durchgemacht haben.

Nur 5 - 7 % der Frauen von 16 - 40 Jahren haben keine nachweisbaren Antikörper im Blut. Wenn dann eine Frau in den ersten beiden Trimestern der Schwangerschaft erkrankt, dann tritt die Infektion zu 25 % auch im Mutterleib auf. Es kann sein, dass das Ungeborene keine Symptome aufweist, es können aber auch Fehlbildungen oder auch das Absterben des Fetus daraus resultieren. Diese Fälle sind jedoch sehr selten. Tritt die Infektion um die Geburt herum bei der Mutter auf, so ist damit zu rechnen, dass auch das Neugeborene erkrankt. 

Ringelröteln werden durch einen anderen Erreger verursacht als Röteln, sind also nicht dasselbe. Für gesunde Kinder und Erwachsene sind Ringelröteln keine gefährliche Erkrankung, aber in der Schwangerschaft kann die Erkrankung für das Ungeborene zur Bedrohung werden. Es muss engmaschig überwacht werden.

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Masern in der Schwangerschaft verursachen keine Fehlbildungen beim ungeborenen Baby, aber es kann aufgrund eines schweren Krankheitsverlaufes bei der Mutter zur Frühgeburt führen.

Tritt die Maserninfektion in der späteren Phase der Schwangerschaft auf, kann es durchaus zur Infektion des Babys kommen, es wird mit Masern geboren. Da Neugeborene noch kein ausgereiftes Immunsystem haben, kann eine Maserninfektion lebensbedrohlich sein.

Mumps haben die meisten Frauen in ihrem Leben schon durchgemacht oder sie sind geimpft. Aus diesem Grund ist das Erkrankungsrisiko in der Schwangerschaft sehr gering. Sollte eine Infektion im ersten Trimenon der Schwangerschaft auftreten, dann steigt das Risiko einer Fehlgeburt. Fehlbildungen sind bisher nicht bekannt.

Herpes Simplex Virus Typ I, bekannt als Lippenherpes, hat keine Auswirkungen auf das ungeborene Baby. Nach der Geburt sollte mit einem aktiven Bläschen das Neugeborene nicht geküsst werden.

Herpes Simplex Virus Typ II und Genitalherpes sind sexuell übertragbar und können für das Neugeborene ansteckend sein und schwere Erkrankungen zur Folge haben. Unter anderem können diese Infektionen eine Fehlgeburt auslösen.

Am besten ist es also, wenn eine Schwangerschaft geplant wird, rechtzeitig die Immunität bestimmter Infektionen zu überprüfen und sich gegebenenfalls sich impfen zu lassen.

Eure Nancy

 

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