Wiegengriff, Seitenlage, Rückengriff: Welche Stillposition ist die richtige für mich?

Anlegetechniken während der Stillzeit

Während der Stillzeit gibt es unterschiedliche Stillpositionen, die angewendet werden können © famveldman - Fotolia.com

1. Verschiedene Stillpositionen

Während der Stillzeit gibt es unterschiedliche Stillpositionen, die angewendet werden können. Wichtig ist dabei, dass Sie gut abgestützt und bequem sitzen und Ihr Baby eng an die Brust halten, ohne dass Muskelverspannungen oder Brustschmerzen entstehen können.  Sobald Sie eine bequeme Stillhaltung gefunden haben, bringen Sie Ihren Schatz auf Höhe der Brust, statt sich über ihn zu beugen.

Dabei ist wichtig zu beachten, dass das Baby gut abgestützt und auf der Höhe Ihrer Brust ist. Dabei sollten Sie jedoch das Gewicht Ihres Babys nicht tragen. Auf diese Weisen können Arm-, Schulter- oder Rückenmuskelverspannungen während der Stillmahlzeit vermieden werden.

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2. Stillen im Sitzen

Das Stillen im Sitzen, z.B. ein Stuhl mit Armlehnen und eine gerade Rückenlehne kann bequemer sein als ein Sofa, wenn Sie aufrecht sitzen und Ihre Arme, Füße und Ihr Rücken gut abgestützt sind. Wenn Sie auf einem Sofa oder Sessel stillen, sollten Kissen hinter Ihren Rücken und Ihre Schultern gelegt werden, so dass Sie aufrecht und gut abgestützt sitzen.

3. Wiegengriff

Am besten wählen Sie die geeignete Stillposition entsprechend dem Spannungsgefühl in der Brust. Fühlt sich Ihre Brust an der Innenseite fest und hart an, ist die Wiegehaltung in diesem Fall ideal.

Beim Wiegegriff sitzen Sie aufrecht. Der Kopf des Babys ruht auf Ihrem Unterarm oder in Ihrer Ellenbeuge. Das Kind liegt auf der Seite, den ganzen Körper der Mutter zugewandt und eng an Sie herangezogen, um seinen Kopf oder seinen Hals nicht drehen zu können, sondern nur um die Brust zu erreichen. Damit Sie sich wohl fühlen, können Sie hinter den Rücken oder die Schultern Kissen legen.

4. Rückengriff

Bemerken Sie Spannungen im Außenbereich der Brust, probieren Sie den Rückengriff. Bei dieser Stillposition sitzen Sie aufrecht und der gut positionierte Körper des Kindes befindet sich seitlich von Ihnen in Brusthöhe. Der Kopf des Kindes ist Ihrer Brust zugewandt, Ihr Unterarm stützt den Rücken des Babys.

Der Po des Babys ruht auf einem Kissen in der Nähe Ihres Ellbogens und seine Hüfte ist an die Rückenlehne des Stuhls, Sofas gelehnt. Nachdem das Baby die Brust erfasst hat, lehnen Sie sich bequem zurück. Der Rückengriff ermöglicht Ihnen, den Kopf des Babys besser zu sehen und zu kontrollieren und ist in bestimmten Situationen vorteilhaft, z.B. Frauen mit großen Brüsten oder beim Stillen mit Flach- und Hochwarzen.

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Der Rückengriff eignet sich auch sehr gut bei Frühgeborenen und beim Stillen nach einem Kaiserschnitt, denn diese Position ermöglicht es der Mutter, das Baby zu stillen, ohne dass Druck auf die Operationswunden ausgeübt wird. Diese Stillhaltung hat sich auch bei schläfrigen Babys bewährt sowie bei Säuglingen, die Schwierigkeiten haben, das Trinken an der Brust zu lernen, da die Mutter eine gute Sicht auf das Gesicht des Babys hat.

5. Seitenlage

Ein Vorteil des Stillen in Seitenlage liegt darin, dass die Sie und das Baby ausruhen und schlafen können. Wenn Sie nachts stillen oder nach der Geburt erschöpft sind, wählen Sie dann die Seitenlage. Die Seitenlage ist eine bequeme Stillhaltung auch nach einem Kaiserschnitt, da die Naht nicht belastet wird.

Am besten probieren Sie alle Stillpositionen aus und wechseln Sie diese, denn damit lassen sich eventuelle Probleme wie ein Milchstau im Vorfeld vermeiden.

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Kommentar von Christina |

Vielen Dank für diese tolle Zusammenfassung, sehr hilfreich! Viele Grüße, Christina

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