Stillstreik und Brustverweigerung

Ursachen und Maßnahmen

Der Stillstreik kommt häufig unerwartet © Barbara Helgason - Fotolia.com.jpg

Die Phänomene Stillstreik und Brustverweigerung kommen während der Stillperiode häufig vor und stellen für viele junge Eltern eine besondere Ausnahmesituation dar. Typische Anzeichen sind: Plötzlich weigert sich das Baby mit Unruhe oder lautem Schreien die Brust der Mutter anzunehmen.

Die Brustschimpfhase kommt häufig unerwartet und bedeutet für die Eltern Frustration und Hilfslosigkeit.  Hinzu kommt die Sorge um die Ernährung des Kindes - schließlich braucht das Baby doch Milch.

Wenn Ihr Kind bei einem Stillstreik jünger als ein Jahr ist, kann laut den Experten davon ausgegangen werden, dass die Brustverweigerung nicht bedeutet, dass das Baby abgestillt werden möchte. Verzweifeln Sie nicht! Für dieses gestörte Trinkverhalten kann es unterschiedliche Gründe geben.

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1. Mögliche Ursachen für den Stillstreik

  • Halsschmerzen, Ohrenentzündung, Schnupfen, Erkältung oder andere Krankheiten könnten z.B. auch der Grund für die Brustverweigerung sein.

  • Auch eine familiäre Veränderung  (z.B. Urlaub, Umzug etc.) und zu viele Eindrücke können zu Überreizung führen und sich als Stillstreik bemerkbar machen.

  • Auch möglich ist, dass sich das Kind während der Stillzeit erschrickt (z.B. durch laute Geräusche oder als Reaktion auf Beißen).

  • Auch ein starker oder verzögerter Milchspendereflex kann das Baby frustrieren, sodass es nicht mehr an der Brust trinken möchte. Schließlich können wunde und verletzte Brustwarzen, spröde Haut und Mastitis auch Ursache für den Streik an der Brust sein.

  • Übrigens: Hohl- und Flachwarzen können zu einer falschen Saugtechnik führen, da das Kind die Warzen nicht richtig mit dem Mund aufnehmen kann.

  • Zahnung und Stillstreik: Der Grund für den plötzlichen Stillstreik kann auch im Zahnen verborgen liegen. Besonders während der Zahnungsperiode verspüren viele Babys starke Schmerzen im Kiefer und versuchen irgendetwas zu kauen.

          In dieser Periode reiben Babys ihr Zahnfleisch, wachen beim Schlafen häufig auf, trinken weniger bzw. wollen
          nicht an der Brust saugen und haben letztlich weniger Appetit.
  • Wunde Brustwarzen: Nicht selten sind auch Fälle, wo Babys die Brustwarze der Mutter durch Kauen stark verletzen. Die wunden Brustwarzen sind sowohl für die Mutter sehr schmerzhaft als auch für den Säugling unangenehm. Einerseits will das Baby an der Brust trinken, anderseits verhindern Zahnschmerzen das Stillen und so kann es wieder zu heftigem Brust-Protest kommen.

  • Flaschensauger: Wenn Sie das Baby mit künstlicher Babynahrung oder mit einem Flaschensauger füttern, erhöht sich das Risiko von einer Stillunterbrechung und Saugverwirrung.

Info-Tipp: Interview zur „Brustschimpfphase“

  • Eine Veränderung in Geruch und/oder Geschmack der Muttermilch kann das Baby irritieren und ebenfalls zur Brustverweigerung führen. Dies kann vorkommen, wenn Sie z.B. Ihre Haare mit chemischem Haarfärbemittel oder Dauerwellenwasser behandeln oder mentholhaltige Präparate eingenommen haben.
         Neues Parfüm, Deos sowie parfümierte Körperpflegemittel, Seife oder Waschmittel mit Duftstoff können den Geruch der Mutter überdecken und die Ursache für das veränderte Stillverhalten des Babys sein.
  • Die Einnahme bestimmter Medikamente oder das Einsetzen der Menstruation sind auch in der Lage den Milchgeschmack zu verändern.

  • Eine Trennung von Mutter und Baby kann ebenfalls zu Protest führen.

  • Vermeiden Sie Knoblauch, Spargel sowie stark gewürztes Essen.

  • Wenn Sie vor dem Stillen intensiv Sport getrieben und sich nicht geduscht haben, kann das Baby den Geruch „seiner“ Brust nicht erkennen und lehnt ihn deswegen ab.

Die Liste mit möglichen Gründen ließe sich noch weiter fortsetzen: Manchmal findet man die Ursache auch gar nicht. Versuchen Sie trotzdem nicht zu verzweifeln und lassen Sie sich nicht verunsichern!

2. Maßnahmen gegen Stillstreik und Brustverweigerung

  • Vielleicht hilft Ihnen eine ruhige und entspannte Atmosphäre ohne Ablenkung, gemeinsame Rituale mit dem Baby (Spielen, Schlafen, gemeinsames Baden, Kuscheln) oder Umarmungen.

  • Probieren Sie dem Kind die Brust anzubieten, wenn es schläfrig oder gerade erwacht ist.

  • Achten Sie trotz Stillstreik  darauf, dass Ihr Baby nicht verhungert. Wenn es nicht an der Brust trinken will, sollten Sie für die Aufrechterhaltung der Milchbildung die Milch mit einer elektrischen oder manuellen Milchpumpe abpumpen und ihr Kind je nach Alter alternativ mit Easy Cup, Löffel oder Flasche füttern.

  • Vielleicht hilft Ihnen auch dieser Artikel weiter: „Wann, warum und wie häufig sollte ich die Brust entleeren?“

3. Hilfe bei Zahnen & Zahnungsbeschwerden

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4. Hilfe bei wunden Mamillen (Brustwarzen)

Viele stillende Mütter werden zu Beginn der Stillzeit auch von wunden und verletzten Brustwarzen geplagt. Da dies mit starken Schmerzen verbunden sein und manchmal bluten kann, hat dies auch oft Auswirkungen auf die Stillbeziehung.

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Multi-Mam BabyDent und Multi-Mam Kompressen sind rezeptfrei in den Apotheken, online sowie im Ardoshop erhältlich.

Links, die Sie interessieren könnten:

Quellen:
Scherbaum, Veronika (2003): Stillen: frühkindliche Ernährung und reproduktive Gesundheit. Deutscher Ärzteverlag. Stuttgart.
Weigert, Vivian (2012): Babys erstes Jahr: Monat für Monat das Beste für Ihr Kind. GU Verlag.
Dora, Schweitzer (2009): Stillen. TRIAS Verlag Stuttgart.
Muß, Karin (2005): Stillberatung und Stillförderung. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.

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