Stillen: Bilde ich genügend Muttermilch? – Teil I

Sorgen wegen der Milchproduktion

Je öfter das Baby angelegt wird, desto mehr Milch wird gebildet © Kzenon - Fotolia.com

1. "Werde ich genügend Muttermilch für mein Baby haben? Wird meine Milch ausreichen?"

Das sind wahrscheinlich die beiden häufigsten Fragen, die Mütter am Ende der Schwangerschaft sowie am Anfang der Stillzeit bewegen. Viele Mütter machen sich Sorgen wegen ihrer Milchmenge bzw. Milchproduktion, wenn sie zu Beginn feste Vorstellungen davon hatten, wie oft und wie lange ihr Kind gestillt werden sollte.

Das Stillverhalten ist von Baby zu Baby sehr unterschiedlich, deswegen gilt: was für ein Kind richtig ist, muss nicht für andere gelten.


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2. Wie wird der Milchspendereflex aktiviert?

Die Milchproduktion der Mutter hängt von der Häufigkeit des Anlegens und der Dauer der Stillmahlzeiten sowie vom wirkungsvollen Saugen des Babys ab.

Die Saugbewegungen des Kindes an der Brustwarze sorgen dafür, dass die Hormone Prolaktin (Milchbildungshormon) und Oxytocin im Hypothalamus ausgeschüttet werden. Je öfter das Baby angelegt wird, desto häufiger wird die Brustwarze stimuliert und desto mehr Prolaktin wird im Körper produziert, was wiederum zu mehr Milchbildung führt.

Will ein Baby mehr Milch, als seine Mutter bildet, so sollte es häufiger angelegt werden oder effektiver trinken, um die Milchproduktion zu steigern. Das zweite Hormon Oxytocin ist zuständig für die Kontraktionen in der Brust, die die Milch durch die Milchgänge zur Brustwarze pressen. Dies wird Milchspendereflex genannt.

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3. Wie häufig sollte das Baby gestillt werden?

In den ersten Wochen nach der Geburt benötigen Babys ca. 8-12 Mahlzeiten innerhalb von 24 Stunden. Trinkt das Kind häufiger an der Brust, passt der Körper die Milchmenge automatisch den Bedürfnissen des Kindes an.

Laut Ärzten, Hebammen und Experten führt ein häufigeres, kürzeres Anlegen (mind. 20-30 Minuten) zu einem besseren Aufbau und Aufrechterhalten des Milchspendereflexes (Milchproduktion) als selteneres, aber längeres Anlegen.

Die Milchmenge der Mutter ist nicht immer gleich bleibend

Die Milchproduktion schwankt im Laufe des Tages. So haben einige Mütter morgens ein volleres Gefühl als abends. Durch häufiges Stillen werden Angebot und Nachfrage der Muttermilch an die Bedürfnisse des Babys angepasst. Sollten Sie unsicher sein, ob Ihr Baby genug Milch bekommt und wollen Sie die Milchproduktion ankurbeln, so lesen Sie unsere Tipps zur Anregung der Milchbildung.

Im nächsten Teil des Artikels erfahren Sie mehr darüber, wie Sie erkennen können, ob Ihr Baby genügend Muttermilch bekommt. Teil II folgt bald!

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Quellen:
Mohrbacher, Nancy & Stock, Julie (2000): Handbuch für die Stillberatung. La Leche Liga Deutschlang.

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