Vorteile des Sports in der Schwangerschaft

Vorteile für Mutter & Kind

Sport bringt viele Vorteile für Mutter und Kind © lunamarina - Fotolia.com

Wie viel Sport ist während der Schwangerschaft noch erlaubt? Welche Vorteile haben sportliche Aktivitäten für Mutter und Kind? Welche Auswirkungen hat das auf das Baby? Welche Sportarten eignen sich besonders oder gar nicht?

Solange es Ihnen gut geht und keine Risikoschwangerschaft diagnostiziert wurde, können Sie weiterhin aktiv Sport treiben und so fit bleiben.

Ob Sport in der Schwangerschaft für Sie in Frage kommt oder nicht, hängt von einer Reihe individueller Faktoren ab: Darunter fallen z.B. der allgemeine Gesundheitszustand der Mutter, das Alter, der Ablauf der Schwangerschaft (mit oder ohne Komplikationen) sowie die Intensität der Übungen und letztlich die einzelnen Sportarten.

Am besten lassen Sie sich vorher von Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme untersuchen und beraten. Es ist empfehlenswert, keine neuen Sportarten auszuprobieren.

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1. Vorteile des Sports für die Mutter

In vielen wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass regelmäßiges Training viele Vorteile sowohl für die Mutter als auch für das Kind bringen kann: Sport hält die Mutter fit, vermindert typische Rückenprobleme und Wassereinlagerungen, eine zu starke Gewichtszunahme, Schwangerschaftsdiabetes oder Depressionen.

Die regelmäßige Bewegung während der Schwangerschaft fördert das Wohlbefinden (besserer Schlaf), den Muskeltonus und die  Steigerung der Leistungsfähigkeit der Schwangeren. Darüber hinaus kann Sport eine übermäßige Gewichtszunahme und Rückenschmerzen vermindern.

Laut Studien scheinen sportlich aktive Frauen in der Schwangerschaft besser zurechtzukommen. Richtig ausgeführt und dosiert stärkt Sport Abwehrkräfte und Immunsystem und schützt vor Infektionen. Becken, Wirbelsäule und Gelenke werden gekräftigt, falsche Haltung und Rückenprobleme vorgebeugt.

Dehnungsübungen erhöhen die Elastizität der Muskeln und verhindern Muskelkater und Verspannungen. Sport regt die Verdauung an, senkt deutlich das Risiko von Kreislaufproblemen, Thrombosen, Muskel- und Wadenkrämpfen.

Beim Sport werden außerdem die Glückshormone "Endorphine" freigesetzt, die in der Regel Ihre Laune verbessern und den Stress abbauen sollten. Je fitter Sie in der Schwangerschaft sind, desto schneller bildet sich Ihr Körper nach der Geburt zurück, und desto früher passen Sie wieder in Ihre alten Jeans.

Achtung: Bei Risikoschwangerschaften ist es ratsam, das Training vorher mit dem Arzt zu besprechen.

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2. Vorteile des Sports für das Baby

Das Baby profitiert auch von den sportlichen Aktivitäten der Mutter. In zahlreichen Studien konnte man feststellen, dass Babys von Frauen, die in der Schwangerschaft aktiv Sport treiben, ein gesünderes Geburtsgewicht haben, Wehen und Geburt besser überstehen und sich schneller von der Geburt erholen.

Während des Trainings werden Babys durch die Geräusche und Vibrationen im Mutterleib sowie durch veränderte Herzfrequenz angeregt. Deswegen sind sie in diesem Fall nach der Geburt oft weniger gestresst.

So können Kinder von trainierten Schwangeren eine bessere Stoffwechselproduktion und seltener Übergewicht aufweisen. Ein weiterer Vorteil bei Babys von Frauen, die sich in der Schwangerschaft sportlich betätigen, kann sein, dass die Kinder meist früher durchschlafen, weniger anfällig für Koliken sind und sich besser entspannen können.

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Quellen:
De Wall, Sabine & Glaubitz, Michael (1997): Schwangerenvorsorge. Hippokrates Verlag. Stuttgart
Nolden, Annette & Kainer, Franz (2009): Das große Buch zur Schwangerschaft: Umfassender Rat für jede Woche
Schneider, Henning (2010): Die Geburtshilfe. Springer Verlag.
Sharon Mazel, Heidi & Mazel Murkoff (2012): Schwangerschaft und Geburt: Alles, was Sie wissen müssen. mvg Verlag.

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