„Späte“ Schwangerschaft

Wie (risiko -) schwanger ist man ab 35?

Spät schwanger werden?
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Eine späte Schwangerschaft ist heute nichts Ungewöhnliches mehr – doch wie sieht es mit den Risiken ab 35 aus?

Allgemeiner Trend zur späten Schwangerschaft

Laut Homepage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)* „… kann […] eine starke Verlagerung von Familiengründungs- und Familienerweiterungsprozessen ins mittlere Lebensalter beobachtet werden“. Bis zum Jahr 2006 stieg die Anzahl der spät gebärenden Mütter auf fast ein Viertel aller Gebärenden (auf 23,8%).

(Vergleiche: forum.sexualaufklaerung.de/index.php?docid=1150; *Die BZgA bezieht sich auf eine „schriftliche Mitteilung des Statistischen Bundesamtes am 9.11.2007:  VI A – Natürliche Bevölkerungsbewegung Tabellenblatt 3.7; eigene Berechnungen“.)

Informationen zur Stillzeit

Ist man als Spätgebärende auch automatisch risikoschwanger?

„Spätgebärende“ und „risikoschwanger“ – beides Bezeichnungen, die verunsichern können: Ab 35 wird im Mutterpass, in der Liste der möglichen Risiken, ein Kreuzchen gemacht. Diese Tatsache braucht eine werdende Mama aber nicht automatisch zu beunruhigen, denn es wird zwischen zwei Risikoarten unterschieden.

Theoretisches und tatsächliches Risiko

Das Alter der Frau kann ein theoretisches Risiko darstellen, zu den tatsächlichen Risiken werden beispielsweise akute/chronische Erkrankungen oder Übergewicht gezählt. Das Alter der werdenden Mama wird also nur deshalb im Mutterpass vermerkt, damit der zuständige Gynäkologe auf bestimmte Untersuchungsergebnisse besonders achtgeben kann.

Warum zählt das Alter überhaupt als (theoretisches) Risiko?

Laut Statistik kommen typische Schwangerschaftserkrankungen ab 35 häufiger vor. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass sich Veranlagungen zu Krankheiten - oder die Folgen eines ungesunden Lebenswandels mit dem Alter stärker ausdrücken. Gesunde Frauen, die in der Schwangerschaft gut für sich und ihr Kind sorgen und die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrnehmen, haben in der Regel ebenso gute Chancen auf ein gesundes Kind, wie jüngere Schwangere. Besonders kritisch wird es erst, wenn zum Alter noch weitere Risikofaktoren dazu kommen.

Aber wird man ab 35 auch noch problemlos schwanger?

Ab 35 kann es länger dauern, bis eine Schwangerschaft eintritt. Wer aber gesund lebt (Ernährung, Sport, Schlaf, nicht rauchen …) kann im Normalfall auch ab 35 problemlos schwanger werden. Eines sollte aber klar sein: Je älter die Frau – desto wichtiger sind Lebensstil u. Gesundheit.

(Vergleiche Absatz Risikoschwangerschaft/Spätgebärende mit: frauenaerzte-im-netz.de/de_schwanger-ab-35_1086.html)

Apropos Gesundheit:

Zur Gesundheit gehört auch die Scheidengesundheit. Informieren Sie sich hier über die „bakterielle Vaginose“ – eine Intimerkrankung, die unter anderem das Risiko einer Fehlgeburt oder Frühgeburt erhöht.

Wird man ab 35 schneller schwanger, wenn man schon ein Kind hat?

Darüber gibt es durchaus unterschiedliche Ansichten. Grundsätzlich scheint es so zu sein, dass eine Frau (in der Regel) schneller wieder schwanger wird, wenn sie bereits ein Kind hat. Sei es, weil ihr Körper quasi gelernt hat, schwanger zu werden - oder aber sie beim 2. Versuch einfach entspannter an die Sache heran geht.

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