Ardo medical-Stillhilfen: Hier im Stillblog bekommen Sie Infos zur Stillzeit

Heute: Säuglingspech/ Kindspech/ Mekonium – Was ist das überhaupt?

Heute im Ardo medical-Stillhilfen-Stillblog Infos rund ums Thema Säuglingspech (Mekonium)
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Ardo medical-Stillhilfen informiert heute im Ardo medical-Stillblog über den ersten Windelinhalt eines Neugeborenen, das Säuglingspech. Erfahren Sie aus was er besteht u. warum er verrät, wenn die Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat.

Was ist Säuglingspech?

Der erste Stuhl eines Neugeborenen wird als Kindspech, Säuglingspech oder Mekonium bezeichnet. Das Mekonium wird ab der 13. Schwangerschaftswoche gebildet und in der Regel in den ersten 24-48 Stunden nach der Geburt ausgeschieden. Den Anstoß für diese Ausscheidung gibt die erste Nahrungsaufnahme des Säuglings, also das erste Stillen bzw. die erste gegebene Milchnahrung.

Woraus besteht Säuglingspech?

Das Kindspech besteht unter anderem aus Fruchtwasser, Käseschmiere, abgeschilferten Epithelzellen (Zellen, die innere u. äußere Körperoberflächen bedecken), verschluckten Haaren und eingedickter Galle. Eben einfach aus allem, was während der Schwangerschaft so im Bauch des Kindes gelandet ist. Das Säuglingspech ist dabei noch kein Verdauungsendprodukt. Vielmehr ist es eine dunkle, schwarz-grünliche Masse, die sich im noch nicht funktionierenden Darm angesammelt hat.

Wie lange scheidet das Neugeborene Säuglingspech aus?

Normalerweise dauert es wenige Tage (etwa 3-5), bis das Mekonium vom Neugeborenen vollständig ausgeschieden wurde. Je heller die Ausscheidung des Kindes wird, desto weniger Säuglingspech ist noch enthalten.

Was, wenn das Säuglingspech ausbleibt?

Das Mekonium sollte möglichst zeitig nach der Geburt ausgeschieden werden, wodurch die Gefahr einer schweren Neugeborenengelbsucht verringert wird. Wenn das Säuglingspech zwei Tage nach der Geburt noch überhaupt nicht oder nur sehr sparsam entleert wurde, muss ein Kinderarzt konsultiert werden. Dies kann nämlich möglicherweise ein Anzeichen für einen Darmverschluss, eine Darmverengung oder Morbus Hirschsprung (angeborene Fehlbildung, welche den Enddarm betrifft) sein. Zu frühes Ausscheiden des Kindspechs (vor oder während der Geburt) ist übrigens ebenfalls besorgniserregend, da es dann ins Fruchtwasser gelangen und eingeatmet werden könnte. (Das Eindringen des dann grünlich gefärbten Fruchtwassers in die Lunge des Kindes kann zu Atemproblemen, zur Mekoniumaspiration führen.)

Warum verrät das Säuglingspech den Zigarettenkonsum der Mutter?

Auf n-tv.de/wissen wird von einer Studie der University of North Carolina berichtet: Wie dort zu lesen ist, haben die Forscher herausgefunden, dass sich Nikotin, genau wie auch andere Schadstoffe, im Kindspech ansammeln. Die Ermittlung der Nikotinbelastung über das Mekonium sei demnach genauso verlässlich, wie die über das Blutserum.

(Vergl.: Rauchen in der Schwangerschaft - „Kindspech“ verrät Mütter; http://www.n-tv.de/wissen/Kindspech-verraet-Muetter-article1364201.html, zuletzt besucht am 11.05.15)

Wichtig!

Das Stillen beschleunigt die Ausscheidung des Säuglingspechs. Wichtige Infos rund um das Thema Stillen finden Sie hier im Ardo medical-Stillratgeber.

 

Patrizia Schuster (Team Ardo medical – Stillhilfen)

 

 

 

 

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