Progesteron – das Schwangerschaftshormon

Das Gelbkörperhormon

Progesteron – das Schwangerschaftshormon © Zerbor - Fotolia

Was ist Progesteron?

Progesteron ist ein wichtiges weibliches Hormon, welches in der Zeit nach dem Eisprung (Ovulation) bis zur Menstruation vom Gelbkörper im Eierstock produziert wird. Daher wird es auch oft Gelbkörperhormon genannt. Viele Menschen denken, dass Progesteron nur im Zusammenhang mit der Schwangerschaft eine wichtige Rolle spielt und nennen es daher "Schwangerschaftshormon".


Wie wird das Hormon Progesteron ausgeschüttet?

Die Ausschüttung von Progesteron ist vom Menstruationszyklus abhängig. Bei der nicht schwangeren Frau wird das Progesteron im Eierstock gebildet. In der zweiten Zyklushälfte( Eisprung) wird das Progesteron im Gelbkörper gebildet.

In der ersten Hälfte des weiblichen Zyklus (1. Tag der Menstruation bis zum Eisprung), der sogenannten Follikelphase, ist die Progesteronkonzentration im Blut gering. Ab dem Zeitpunkt des Eisprungs ist die Konzentration des Progesterons, (gesteuert vom Hormon LH (luteinisierendes Hormon) aus der Hypophyse im Gehirn), deutlich erhöht.

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Unmittelbar nach der Ovulation (Eisprung) beginnt der Gelbkörper mit der Ausscheidung von Östrogen und Progesteron. Kommt eine Schwangerschaft zustande, erhöht sich die Konzentration weiter. Später werden diese Hormone von der Plazenta und dem Fötus gebildet. Ihre Konzentration im Blut ist während der Schwangerschaft mehrere hundert Male so hoch wie bei einer nicht schwangeren Frau.

Welche Funktion hat Progesteron?

Die wesentliche Aufgabe des Progesterons besteht darin, die Gebärmutterschleimhaut, die vom Hormon Östrogen hoch aufgebaut wird, so umzubauen, dass sich bei Eintritt einer Schwangerschaft der Embryo einnisten kann und ernährt wird. Der Mutterkuchen (Plazenta) bildet dann hohe Mengen an Progesteron und trägt auf diese Weise zur Erhaltung der Schwangerschaft bis zur Geburt des Babys bei.

Progesteron hat vor allem bei der Implantation und der Erhaltung der Schwangerschaft eine sehr wichtige Bedeutung. Das Hormon führt während der Schwangerschaft zum Wachstum der Milchgänge in der Brust.

Welche Wirkungen hat Progesteron?

Progesteron verjüngt das Gewebe, die Knochen, stärkt die Libido und wirkt zugleich entspannend. Weiterhin kann Progesteron auch beim Fettabbau bzw. Abnehmen helfen.

Als schwangerschaftsvorbereitendes Hormon ist Progesteron für Mutter und Kind ein schützendes Hormon. Es hat eine beruhigende, antidepressive Wirkung. Da Progesteron auch die Collagenbildung fördert, stärkt es die Gefäßwände und wirkt kräftigend und tonisierend auf die Beckenbodenmuskulatur.

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Während der Schwangerschaft entspannen Östrogen und Progesteron die glatte Muskulatur von Uterus, Blase, Verdauungstrakt und Blutgefäßen und helfen dem Körper, sich an die erhöhten Anforderungen anzupassen.

Nach der Geburt sinkt die Konzentration von Östrogen und Progesteron innerhalb von Minuten und ist bereits am zweiten Tag niedrig. Dies hilft dem Körpergewebe, rasch in den Zustand vor der Schwangerschaft zurückzukehren und kann Stimmungsschwankungen nach der Geburt hervorrufen.

In den Wechseljahren sinkt bei Frauen die Progesteron-Konzentration langsam ab und führt so zu typischen Beschwerden wie Gereiztheit, Stimmungsschwankungen, trockene Haut und Schlafstörungen.

Progesteronmangel

Auch in den jungen Jahren einer Frau kann es zu einem Progesteronmangel kommen und kann verschiedene Symptome zeigen, wie z.B. Eierstockzysten, Myome, Schmerzen während der Menstruation, verkürzte Zyklen, Schmierblutungen, ausgeprägtes PMS-Symptome.

Einen Progesteronmangel lässt sich durch folgendes behandeln:

  • regelmäßige Bewegung
  • Progesteron-Kapseln
  • Progesteron-Creme

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