Milch ist immer weiß, oder nicht?

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Ist die Milch immer weiß?

Die Milch aus der Packung kann von der Kuh, der Ziege, dem Schaf stammen und wenn wir sie in ein Gefäß gießen, sieht sie weiß aus. Muttermilch kann in ihrer Farbe variieren, was allerdings nur die Mütter sehen, die von Hand Muttermilch gewinnen oder durch die Nutzung einer Milchpumpe.


Welchem Farbwechsel ist denn die Muttermilch unterlegen?

Das Kolostrum, die Milch der ersten Tage (wird schon in der Schwangerschaft gebildet), kann sehr gelblich gefärbt sein bis hin zu einem kräftigen Orange. Auch rötliche bis bräunliche Färbungen können auftreten.
Die dann folgende Muttermilch kann weiß aussehen, blau schimmern, gelb, grün, orange, braun bis hin zu grau oder sogar schwarz aussehen.
Die Muttermilch kann sich auch aufgrund von Infekten beim Stillkind und auch in Wachstums- und Entwicklungsschüben gelblicher färben, da sie sich den Bedürfnissen des Kindes anpasst.

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Was steckt hinter diesen Farben?

Muttermilch bildet der weibliche Körper aus dem Blut. In den ersten Tagen kann die verstärkte Durchblutung der Gefäße im Brustdrüsengewebe für eine rötliche oder bräunliche Färbung sorgen, die dann wieder verschwindet. Dies stellt keine qualitative Einschränkung dar.
Eine Orangefärbung kann aufgrund von Betakarotin entstehen, welches mit Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln aufgenommen wird. Auch Farbstoffe in Getränken und Lebensmitteln können sich auf die Farbe der Muttermilch auswirken. Das Farbspektrum reicht dann von rosa bis grün.
Einen Fallbericht zur Schwarzfärbung gibt es aufgrund der längerfristigen Einnahme eines Antibiotikums.
Einige Mütter sind verunsichert, wenn die Muttermilch im Laufe der Stillzeit bläulich erscheint und irgendwie dünnflüssig aussieht, aber auch das ist völlig normal und trifft keine Aussage zur Zusammensetzung oder Qualität.


Woran kann ich erkennen, dass die Färbung eine unbedenkliche Ursache hat?

Am besten ist es, die Ernährung genauer anzuschauen und zu überprüfen, ob einzelne Bestandteile die Färbung verursacht haben. Dann für einige Tage diese Nahrungsmittel vom Plan streichen und wenn die Muttermilch dann wieder eher gelblich, weißlich aussieht, ist der Grund geklärt.
Solltet Ihr trotzdem unsicher sein, dann nehmt Kontakt zu einer Stillberaterin auf.

Ich wünsche Euch eine kuschelige Stillzeit,

Eure Nancy Wunger

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Quelle: Stillen kompakt, Denise Both, Kerri Frischknecht-Fallander, 2007 Urban&Fischer Elsevier


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