Interview zur „Brustschimpfphase“

Mit Still-und Laktationsberaterin (IBCLC) Nancy Wunger

Brustschimphase: Interview mit Still-und Laktationsberaterin
© Tatyana Gladskih - Fotolia.com

Fachinterview zur Brustschimpfphase mit der Still-und Laktationsberaterin (IBCLC) Nancy Wunger.

 ARDO:

Brustschimpfphase: Was ist das? Wann tritt sie auf und wie macht sie sich bemerkbar?

 Nancy Wunger:

Die Brustschimpfphase tritt meist zwischen dem 3./4. Lebensmonat auf. In den ersten Lebenswochen ist das Baby nach dem Stillen entspannt eingeschlafen, das Stillen dauerte mal länger, mal etwas kürzer. Plötzlich jedoch dockt das Baby an und wieder ab, lautiert oder weint. Das führt zu großen Verunsicherungen bei der Mutter, denn das ist NEU! Aber auch normal! Zum Ende des 3. Lebensmonats hat das kindliche Gehirn einen neuen Reifestatus erreicht. Die Babys nehmen auch akustisch und visuell deutlich mehr wahr, beginnen Laute zu formen, Mimik nachzuahmen und auch motorisch entwickelt sich das Baby deutlich. Das ist für ein Baby von der Leistung her vergleichbar mit einem 60-h-Job. 

Tipps für die Stillzeit

ARDO:

Was steckt hinter dieser Phase? 

Nancy Wunger: 

Das Stillen dient dem Trost, der Beruhigung, der Entspannung und nicht mehr so vordergründig der Gewichtszunahme. In dieser Zeit stagniert diese oftmals bei ausschließlich gestillten Kindern, denn sie sind mit Längenwachstum und Hirnentwicklung beschäftigt.

ARDO:

Was kann man in dieser Phase tun, um die Stillsituation zu verbessern? 

Nancy Wunger: 

Hier gilt: Tragen Sie Ihr Baby am besten im Tuch oder einer Tragehilfe. Ganz wichtig ist das Baby Bauch an Bauch zu tragen, damit es sich vor den äußeren Reizen schützen kann und zur Ruhe findet. Hilfreich ist es, das Baby noch fast schlafend an die Brust zu führen, da es dann noch nicht so abgelenkt ist und das Stillen ruhiger verläuft. In einigen Fällen kommt es in dieser Zeit zum Stillstreik, dann verweigert das Baby das Stillen sogar komplett. Das kann sich über einen Zeitraum von zwei Tagen erstrecken. Auch hier gilt wieder: keine Panik! Das Baby verliert nicht zu schnell an Gewicht, die Beruhigung durch Tragen und ruhige Ansprache steht im Vordergrund und das nächtliche Stillen verläuft dann oftmals problemloser. Es ist nicht notwendig Flaschen mit anderen Flüssigkeiten anzubieten und auch nicht sinnvoll. Kuscheln Sie sich gemeinsam ins Bett und sagen Sie Termine außer Haus ab, um Eindrücke für Ihr Baby zu reduzieren. Nach 2- 5 Tagen ist der Spuk vorbei.

 Tröstende Worte von der Expertin:

 Das erste Lebensjahr ist voller aufregender Entwicklungsschritte, die Mütter und Eltern immer wieder verunsichern. Bei dem rasanten Entwicklungstempo ist das ganz natürlich. Wichtig ist es, sich Rat zu holen, möglichst von Fachleuten, wie Hebammen und Stillberaterinnen.

Auch gute Literatur kann hilfreich sein, denn wenn die Situation erklärt wird, kommen Eltern, Mütter und ihre Kinder bestens zurecht. Die Brustschimpfphase deutet auf eine sehr gute Hirnentwicklung hin, also freuen Sie sich über diesen wichtigen Entwicklungsschritt! 

Anmerkung zur Expertin 

Frau Wunger war 6 Jahre lang als Still-und Laktationsberaterin und Krankenschwester im St. Joseph Krankenhaus in Berlin tätig, 4 Jahre davon als Stillbeauftragte. In dieser Zeit konnte sie einen reichen Erfahrungsschatz anhäufen. Heute setzt sie ihr Fachwissen als ARDO-Mitarbeiterin im Bereich Stillhilfen/Multi-Mam und Multi-Gyn ein.

Hier fnden Sie noch einen weiteren Blog-Beitrag zur Brustschimpfphase.

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Kommentar von Isabella Cissek |

Die Phase dauert bei und schon ca. zwei Wochen.
Wann geht es vorbei? Ist das dann überhaupt noch die beschriebene Brustschimpfphase?
Trinken tut der kleine Mann aber am Tage, wie im Text beschrieben, sehr schlecht. Die Hebamme sagt ich solle mir keine Gedanken machen weil er ja weiter zunimmt... Es ist echt Kräftezerrend. Ich hoffe Sie antworten mir drauf.
Viele Grüße Isabella

Antwort von Ardo-Team

Hallo Isabella,

vielen Dank für Ihren Kommentar zu diesem Blogartikel.

Die Brustschimpfphase kann unterschiedlich lange dauern. Oft ist sie nach wenigen Tagen vorbei, sie kann sich aber auch über mehrere Wochen hinziehen.

Kontaktieren Sie uns gerne noch einmal per E-Mail. Dann nimmt eine unserer Still und Laktationsberaterinnen (IBCLC) auf Wunsch mit Ihnen Kontakt auf.

Viele Grüße

Ihr Ardo-Team

Kommentar von Elif |

Hallo...Gut das ich die zeite gefunden habe.meine tochter wirs jetzt 2monate alt und seid fast einer Woche hat sie jetzt auch die
》brustschimfpahase《
ich dachte schon das meine milch ihr nicht mehr schmeckt oder das es nicht mehr so richtig läuft...hate schon angst gehabt das wir die falsche geben müßten :-(
Ich stille das erste mal es ist mein 2kind bei meinen Sohn könnte ich es leider nicht stillen... aber meine Tochter haben wir es geschafft hat aber auch lange gedauert bis sie es richtig an der brust wahr hate gepunpt .jetzt hat sie die pahase.ist das normal das es jetzt schon anfanget.

Kommentar von Billa |

Also bei uns war es so, dass der kleine Mann dann er Bäuerchen brauchte oder tatsächlich mal musste. Was uns zur natürlichen Säuglingspflege brachte. Nachdem er sich erleichtert hatte, trank normal und ruhig weiter.

Kommentar von Conny |

Wir haben momentan genau das Problem. Vorrangig ab dem späten Nachmittag. Morgens trinkt er noch super. Mittags auch und dann ab ca. 17 Uhr haben wir seid Tagen nur Geschrei. Kaum 2 min getrunken geht das Geschrei los. U er geht dann egal wie sehr ich auch den raum Babyfreundlich gestalte oder sogar mit ihm kuschelnd ins Bett gehe, partout nicht wieder an die Brust. Was soll ich denn machen? Kann ihn ja net zwingen. U das Schlimme ist das er nachts dadurch relativ kurze schlafphasen hat....

Antwort von Ardo-Team

Liebe Conny,

wenn der Tag sehr aufregend ist, haben die lieben Kleinen am Abend kaum noch Möglichkeiten, zur Ruhe zu kommen.

Es kann sehr hilfreich sein, am Tag darauf zu achten, dass nicht zu viele Reize auf Ihren Sohn einwirken, wie z.B. Fernseher, Radio, viele unterschiedliche Menschen, die ihn tragen,

ihn möglichst nicht zu lange Zeit allein ablegen.

Wenn am Tage viel Körperkontakt mit Mama vorhanden ist, können die Kinder die Reize gut ausblenden und werden nicht so schnell überfordert und sind demzufolge am Abend ruhiger.

Für die sehr unruhigen Phasen am Abend empfehle ich ebenfalls eine Reduzierung der Reize und Trösten durch Tragen. Auch diese anstrengende Zeit vergeht!

Kommentar von Sabrina |

Hallo, kann es sein dass die Brustschimpfphase schon mit 4 Wochen beginnt? Mein Kleiner strampelt wie wild, stösst sich weg, schluckt hastig und schreit dann die Brust an.....

Antwort von Ardo-Team

Hallo Sabrina,

kontaktiere doch am besten eine Stillberarterin oder unsere Online-Beratung: www.ardomedical.de/unser-service.html

Kommentar von Ebru |

Hallo, mein kleiner wird am 30.3 genau 3 Monate alt und er hat seit 4 Wochen schon die Brustschimpfphase.. Jedoch muss ich erwähnen das ich nie genug Milch hatte, Er wurde schon im Krankenhaus nachgefüttert. Meine Frage ist ob ich Abstillen sollte denn das ist ein Qual für Mama und Kind. Ich glaube er hat sich an die Flasche gewöhnt. Er trinkt genau so wie Sie es beschrieben haben.. Danke.

Antwort von Ardo-Team

Liebe Ebru,

bei Zweifeln und Unsicherheiten sollten Sie sich am Besten an eine Fachperson Ihres Vertrauens wenden oder Sie kontaktieren unsere Stillberaterin Nancy Wunger: stillberatung@ardomedical.de

Beste Grüße
Ihr Ardo-Team 

Kommentar von Jenny |

Hallo,

kann die Brustschipfphase auch schon mit sieben Wochen beginnen?

Antwort von Nancy Wunger

Hallo Jenny,

so individuell, wie wir Menschen sind, kann auch die Brustschimpfphase zeitlich variieren,
da sie in Zusammenhang mit der Entwicklung des Säuglings steht.
 
Zur Kontrolle:
  • Produziert das Baby 6 nasse oder mit gelbem Stuhl gefüllte Windeln pro Tag?
  • Schreit das Baby nicht mehr, als 3 Stunden am gesamten Tag?
  • Hat das Baby Fieber oder gibt es Hinweise auf andere Krankheitszeichen?

Bei Auffälligkeiten sollte unbedingt der Kinderarzt aufgesucht werden!

 

Kommentar von Jane |

Hallo,
Ich befinde mich in der gleichen Situation wie Ebru. Meine Tochter ist nun 6 Wochen alt und sie hat diese Phase seit ein paar Tagen. Auch wird sie von Anfang an zugefüttert. Mittlerweile überlege ich, ob es für mich und auch mein Kind nicht besser wäre, abzustillen. Dieser Zustand ist wirklich kaum auszuhalten.

Antwort von Nancy Wunger

Liebe Jane, danke für Deinen Beitrag!

Um die 6. Woche herum gibt es einen Entwicklungs- und Wachstumsschub, der dieses Verhalten auslösen kann

und wenn zwischen Brust und Flasche gewechselt wird, kann es sehr mühsam für Mutter und Baby sein.

Solltest Du genauere Informationen und Tipps dazu wünschen, schreibe mir eine Mail mit allen Details an die Online-Stilberatung auf der Multi-Mam-Website. Es gibt immer Möglichkeiten, die Situation zu entspannen. Auch eine persönliche Stillberatung in Deiner Nähe oder der Besuch einer Stillgruppe können hilfreich sein.

Kommentar von Jana |

Hallo,
Mein Kleiner ist gerade 12 Wochen alt und wir befinden uns seit ein einhalb Wochen in der selben Situation. Ich bin sehr dankbar über diesen tollen Betrag, denn dadurch fühle ich mich schon viel besser. Ich habe mir nämlich riesen Sorgen gemacht, dass ich irgendwas falsch mache. Dass ich irgendwas übersehe. Das die Milch meinem Kleinen nicht mehr schmeckt.Das er an irgendwas erkrankt ist. Durch diesen Beitrag habe ich jetzt eine ganz andere Einstellung zu dieser Situation. Was ich ebenfalls festgestellt habe, dass das Stillen nach dem Schlafen viel einfacher klappt. Wenn mein kleiner die Brust nicht nehmen möchte, ist aber bereits müde und möchte schlafen. Versuche ich ihn zum Schlafen zu bringen. Er wird dann meistens nach einer halben Stunde wach und möchte essen. Das Stillen klappt dann einwandfrei. So versuche ich diese Phase zu überstehen und hoffe, dass es bald vorbei ist.
LG Jana

Antwort von Nancy Wunger

Hallo Jana,

danke für Dein positives Feedback!

In den ersten drei Lebensjahren gibt es immer wieder wechselnde Phasen,

die zu Verunsicherungen führen können.Aber mit jeder Phase werden Mütter/ Eltern sicherer

im Umgang mit den neuen Situationen und handeln intuitiv.

Genieße die kuschelige Zeit,

liebe Grüße Nancy

Kommentar von Kathi |

Mein Kleiner ist fast 16 Wochen alt und seit 2 Tagen klappt das Stillen nur, wenn er dämmrig ist. Tuch mag er leider nicht. Ich weiß gar nicht, was ich jetzt machen soll... Flasche soll man ja nicht, aber abends gab's dann eine, weil er nur noch lammentiert hat. Sobald er die Brust sieht, gibt's Geplerr... Ich stille nicht so gern, wollte aber zumindest 6 Monate durchhalten und jetzt das... :(

Antwort von Nancy Wunger

Liebe Kathi,

danke für Deine offenen Worte!

Ich werde mich über die Online-Stillberatung mit Dir in Verbindung setzen,

da eine kurze Antwort Dir hier nicht helfen wird.

Grüße von Nancy

Kommentar von Jana |

Hallo,
Ich habe am 13.02.17 bereits einen Kommentar hinterlassen und wollte nun alle Mütter aufmuntern und erzählen, wie es bei uns ausgegangen ist. Die Phase dauerte auf den Tag genau drei Wochen. Dann ist mein Kleiner morgens aufgewacht und hat angefangen ganz normal zu essen.
Ich habe alles mögliche ausprobiert. Es hat nichts funktioniert. Wie bereits erzählt, habe ich meinen Kleinen die ganzen drei Wochen nur im Halbschlaf stillen können.
Ich habe einen weiteren guten Tipp , jedoch leider bereits zum Ende der Phase, vom meiner Hebamme bekommen und konnte somit nicht ausprobieren. Villeicht hilft er jemandem anderen. Wenn das Kind die Brust annimmt, jedoch nur 1 - 2 Minuten trinkt. Einfach dabei belassen. Die Brust alle zwei Stunden anbieten. Und nach einer Woche das Kind wiegen, wenn eine Gewichtszunahme da ist, dann reicht dem Kind die kurze Zeit um satt zu werden. Es soll in einer Woche 80 bis 100 Gramm zunehmen. Eine Wage kann man sich in der Apotheke ausleihen.
Die drei Wochen waren die Hölle aber ich kann nur eins sagen, es hat sich gelohnt durchzuhalten. Ich bin überglücklich weiter stillen zu können und drücke allen anderen Müttern die Daumen , dass es bald vorbei ist und dass man genug Kraft findet um es durchzustehen.
LG Jana

Antwort von Nancy Wunger

Hallo Jana,

danke dafür, dass Du Deine Erfahrungen mit anderen Müttern

hier teilst. Das ist sehr hilfreich in dieser Situation.

Ich wünsche Dir und Deinem kleinen Sohn weiterhin eine kuschelige Zeit!

Liebe Grüße,

Nancy

Kommentar von Laura |

Vielen Dank für diesen tollen Beitrag.
Meine Tochter ist 9 Wochen alt und seit ca 2 Tagen verweigert sie das Trinken an meiner Brust. Da sie sehr zart ist und noxh nicht optimal zugelegt hat und mich meine Kinderärtztin völlig verrückt gemacht hat, war ich schon völlig verzweifelt.
Aber dieser Beitrag und die Kommentare lassen mich nun nicht mehr daran zweifeln, ob ich genug Milch habe, sie meine Milch nicht mehr mag oder sie evtl eine Blockade hat. Aus Unsicherheit und dass sie gestern so schlecht getrunken hat, habe ich ihr abends mit schlechtem Gewissen eine Flasche gemacht.
Heute morgen dann die komplette Verweigerung. Habe schon gedacht, dass ich ihr wieder eine Flasche machen muss. Schon bei der Position zum Stillen ist meine Maus völlig ausgerastet. Habe sie fast nicht beruhigen können. Nach langem hin und her dann der Schnuller. Ab auf meinem Bauch und siehe da, sie ist fast eingeschlafen. Ich habe in der Zeit den Blog gefunden und mich Ratsuchende durch die Kommentare gelesen. Und schwupp, den Schnuller raus, angelegt und sie trank ohne Probleme.
Ich bin sehr dankbar, dass ihr mir helfen konntet mein Baby zu verstehen. Ich hoffe, dass auch andere das gleiche Glück haben.
Nun bleibt nur noch warten und hoffen, dass diese Phase schnell vorbei geht.

Alles Gute für euch alle

Antwort von Ardo-Team

Liebe Laura,

wir freuen uns mit Dir!

Dein, Ardo-Team

Kommentar von Nina |

Hallo zusammen,
Ich bin auch allmählich echt verzweifelt. Das Stillen hat bei uns eigentlich immer gut geklappt, leider ist meine Tochter durch die Krankenschwestern auf Stillhütchen geprägt, wodurch sie aber den Schnuller und auch abgepumpte Muttermilch problemlos angenommen hat. Seit nunmehr fünf Tagen jedoch schreit sie wie verrückt bei dem Versuch sie anzulegen. Nachts und morgens klappt es ganz normal, aber ab nachmittags gibt es nur noch Geschrei. Ich pumpe dann Milch ab und gebe sie ihr in der Flasche. Habe jedoch Angst, dass sie dann bald nur noch die Flasche will. Ich muss dazu sagen, dass sie sehr verschnupft ist und ihr die hohen Temperaturen zusetzen.
Ich weiß nicht, ob das gut ist, was ich mache, habt ihr vielleicht einen Rat?
Vielen Dank auch für den tollen Artikel.

Antwort von Nancy Wunger

Hallo Nina,

danke für Deinen Kommentar und Deine Frage!

Du hast selbst schon gut erkannt, dass die Sauger einen Einfluss auf das Stillverhalten Deiner Tochter haben.

Ich kann Dir nur empfehlen, eine Stillberaterin oder eine Stillgruppe in Deiner Nähe aufzusuchen. Wenn sehr viele verschiedene Methoden zum Stillen zusätzlich genutzt werden, führt dies zu Unsicherheiten seitens der Mütter. Das Verhalten der Babys am Nachmittag/ frühen Abend ist ein anderes, als am Morgen. Unruhe bedeutet nicht immer Hunger oder Durst, sondern auch das Bedürfnis nach Nähe und Trost. Mit fachlicher Unterstützung könntest Du mehr Sicherheit erlangen und einen guten Weg für Dich und Deine Tochter finden. 

Wir wünschen Dir und Deiner Tochter eine angenehme, kuschelige Stillzeit!

Dein Ardo-Team

Kommentar von A. Maria |

Hallo,
Unsere Phase hat etwa um die achte Woche begonnen und dauert nun schon fast zwei Monate lang! Stillen können wir leider fast nur im Halbschlaf, nach Herumtragen und meist nach Geschrei, in einer ganz ruhigen Umgebung. Mittlerweile haben sich die Schreiphasen gottseidank schon sehr verkürzt. Es gab auch schon Tage zwischendurch, wo ich sie manchmal problemlos im Wachzustand zum Trinken brachte. Jedoch wird sie dann meist nach kurzer Zeit nervös und dockt an und ab und beginnt wieder zu weinen. Auch wenn sie durch irgendein kleines Geräusch gestört wird. Im Halbschlaf trinkt sie dafür oft bis zu einer halben Stunde. Bisher hat das Stillen nachts fast einwandfrei geklappt, aber in den letzten Tagen schreit sie auch immer öfters in der Nacht. Sie streckt sich durch und schimpft, döst dann wieder ein und trinkt dann. Bei einem Stillrhythmus von 2-3 Stunden ist das oft sehr zermürbend und ich bin manchmal echt am verzweifeln. Wir waren schon überall, Stillberatung, Osteopathie, Ärztin.. Kein Tipp hat bisher geholfen. Flasche wird auch nicht akzeptiert und ist keine Alternative, sie kaut immer nur darauf herum. Ich hoffe jeden Tag dass das wirklich nur eine Phase ist die irgendwann zu Ende geht...

Kommentar von Saskia |

Hallo Zusammen,
Bei uns geht diese Phase jetzt über drei Wochen. Mein Kleiner ist jetzt 9 Wochen alt. Ich bin echt verzweifelt. Meine Hebamme hat mir gute Nerven gewünscht, diese sind langsam aufgebraucht, weil zu dem Brust-Geschrei auch noch diverse Tränen wegen Bauchschmerzen kommen.
Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll und überlege, ob ich abstillen soll. Eigentlich will ich das nicht, aber so kann es einfach nicht weiter gehen.

Kommentar von Nik |

Hallo, mein Sohn ist fast 4 Monate alt. Das Stillen war zunaechst problemlos. Nach 13 Wochen musste Ich wieder arbeiten. Also pumpe Ich tagsueber und er be kommt 3 mal sis der Flasche. Seitdem will er nicht mehr von der Brust trinken. Es ist jetzt schon sie vierte Woche ein Kampf. Ich probiere es immer wieder, aber er wird aergerlich und bruellt, wenn Ich ihm die Brust anbiete. Dann gebe Ich ihm doch wieder abgepumpte Milch aus der Flasche, die er sehr gut trinkt. Aber das will ich eigentlich nicht und es ist sehr stressig so oft zu pumpen. Ich bin verinsichert, soll ich ihm in der Situation die Flasche geben, damit er nicht hungrier ist oder mache Ich es dadurch noch schlimmer, also erst versuchen, ohne Flasche auszukommen ( wie lange?), wenn er so Schreit. Wie gesagt, gang auf Flasche kann Ich aufgrund der Arbeiten tagsueber nicht verzichten. Es ist jetzt auch schon sehr lange, ich lese, dass so ein Stillstreik nur ein paar Tage Andauert. Ich waere fuer hilfreiche Tips sehr dankbar

Kommentar von B. Maria |

Hallo, meine Kleine (3Monate) hat diese Phase im ersten gemeinsamen Urlaub bekommen und seit knapp 5 Tagen schimpft sie trotz Hunger die Brust an, streckt sich durch und beißt und zupft an der Brustwarze. Nachts holt sie sich die Trinkmenge mit einem 2-3 Stunden Rhythmus zurück. Das ist sehr anstrengend. Abends hilft es allerdings zwischen Schnuller zur Beruhigung (den akzeptiert sie zum Glück) und Brust hin und her zuwechseln bis sie endlich die Brust ganz nimmt.
Da wir im Urlaub mit der Großen sind, ist sie viel im Kinderwagen, ich probiere heute mal die Trage aus, damit sie viel Nähe wie zu Hause bekommt. In der Trage stille ich auch manchmal, das klappt hin und wieder auch gut.
Ich hoffe aber, dass es bald vorbei geht, die Schlafunterbrechungen sind zermürbend.

Kommentar von Steffie |

Guten Abend,

Wir haben seit 1 1/2 Wochen das gleiche Problem, mein Sohn (3Monate) hat bis vor Kurzem auch sehr gut an der Brust getrunken.

Bevor es losging, hatte er paar Tage immer nur Abends Durchfall. Nach einem Besuch beim Kinderartz und den richtigen Medikamenten ging es dann wieder besser, aber das Trinken an der Brust klappt seitdem nichtmehr. Es ist so, dass er schon fast anfängt zu weinen wenn er dir Brust sieht und wenn ich ihn anlegen möchte, nimmt er die Brustwarze für ne Sekunde in den Mund, zieht 1-2x und fängt dann richtig an zu schreien und macht richtig Terror...versuch ihn dann an die andere Brust zu legen oder die Position zu wechsels, nichts hilft...

Hab jetzt angefangen abzupumpen um ihm die Milch mit der Flasche zu geben und haben aber auch Milchpulver gekauft, da es mit der abgepumpten Milch nicht reicht (3 Pump-Sitzungen für knapp 160ml Milch)..

Hab ihm dann mit der Flasche die 160ml Milch gegeben, jedoch war es so, dass er nach knappen 20Minuten davon scho n nicht mehr satt war und wir ihm noch ne 90ml Flasche mit Milchpulver geben mussten, die er dann auch ganz getrunken hat.

Antwort von Ardo-Team

Guten Tag,

Danke für Ihr Kommentar. Kontaktieren Sie am besten Diesbezüglich unser Customer Service:

Ardo medical GmbH
Argelsrieder Feld 10
82234 Oberpfaffenhofen / Deutschland

Unsere Service-Zeiten:
Mo-Do: 8.00 - 12.00 Uhr / 13.00 - 17.00 Uhr
Fr: 8.00 - 12.00 Uhr / 13.00- 14.30 Uhr

Telefon: +49 (0) 8153 / 90 877 0
Telefax: +49 (0) 8153 / 90 877 66

Danke und liebe Grüße

Ihr Ardo Team

Hinweis: Die Inhalte im ARDO-Blog spiegeln persönliche Meinungen und Inhalte der jeweiligen Autoren wider. Es handelt sich um journalistische, nicht zwangsläufig ärztliche Abhandlungen. Fehler, Irrtümer und Falschaussagen können nicht ausgeschlossen werden. Um bestmögliche und stets aktuelle Prüfung sind wir selbstverständlich bemüht. Beachten Sie bitte auch, dass das Lesen eines Blogartikels keinesfalls einen Arztbesuch ersetzt. Wir empfehlen Ihnen daher dringend grundsätzlich bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen. Kommentare werden nach redaktioneller Prüfung nach Möglichkeit beantwortet.