Guter Stillstart beugt Problemen vor

Tipps für einen positiven Stillbeginn

Hilfreiche Tipps für einen positiven Stillstart
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Ein guter Stillstart beugt Problemen vor - hier erhalten Sie nützliche Tipps für einen positiven Stillbeginn.

Bei Stillproblemen muss sich keine Frau als Versagerin fühlen!

Eine Frau, die ihr erstes Baby nicht stillen konnte und ihm dann Schoppenmilch zum trinken gab, fühlte sich deswegen als Versagerin. Mit dem zweiten Baby schwanger, das sie unbedingt stillen will, tauchte bei ihr die Frage auf, ob Sie denn ihr zweites Baby stillen kann?

Keine Frau muss sich als Versagerin fühlen, wenn sie nicht stillen kann. In den meisten Fällen ist nicht die Mutter dafür verantwortlich, sondern ungünstige Bedingungen, die einen optimalen Stillstart verhindern und zu Problemen und ungewolltem Abstillen führen. Folgende, allgemeingültige Tipps sind hilfreich und fördern eine liebevolle Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind.

Infos zur Stillzeit

Hilfreiche Stilltips:

  • Behalte dein Baby unmittelbar nach der Geburt bei dir, lege es nackt auf deinen Bauch und warte. In den ersten zwei Stunden wird dein Baby auf natürliche Weise nach deiner Brust suchen. Geniesse diesen einzigartigen Moment und gib deinem Kind die erforderliche Zeit.
  • Behalte dein Baby möglichst bei dir. So lernst du es rasch besser kennen. Gleichzeitig kannst du dein Baby nach seinem Bedarf stillen. Wie oft es gestillt werden will, ist bei jedem Baby verschieden. Meistens ist es in den ersten zwei Tagen seltener, danach sind alle zwei bis drei Stunden die Regel.
  • Stillen schmerzt nicht. Schmerzhafte, wunde Brustwarzen sind in den meisten Fällen die Folge von nicht korrektem Anlegen. Wende dich an eine Fachperson. In vielen Spitäler gibt es in der Zwischenzeit Fachpersonen, die sich speziell im Stillen weitergebildet haben. Sei dir bewusst, stillen will gelernt sein.
  • Ich rate dir, deinem gesunden, am Termin geborenen Baby ausser Muttermilch keine Schoppenmilch oder ähnliche Flüssigkeiten zu geben, es sei denn, es wird medizinisch verordnet. Ein Flaschensauger kann dein Baby verwirren und es kann sein Interesse am Stillen an deiner Brust verlieren. Denn das Stillen unterscheidet sich vom Saugen an einer Flasche. Der Magen eines neugeborenen Babys ist winzig und es kann nur wenig Milch auf einmal Mal aufnehmen.
  • Ich empfehle dir ein Gespräch mit einer Hebamme oder einer Stillberaterin IBCLC vor der Geburt, damit du deine bereits gemachten, negativen Stillerfahrungen mit ihr klären kannst.

Herzllich

Marliese (IBCLC Stillberaterin)

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