Die weibliche Brust und die Milchbildung

Wie entsteht eigentlich Muttermilch?

Entstehung Muttermilch
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Haben Sie sich schon einmal darüber Gedanken gemacht, wie die weibliche Brust Muttermilch produziert? Eine Antwort erhalten Sie im folgenden Artikel.

Aufbau der weiblichen Brust

Die weibliche Brust besteht vor allem aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe. Von den Brustdrüsen, die aus sogenannten Milchbläschen bestehen, führen 4 bis 18 Milchgänge zu den Brustwarzen. Die Milchgänge verzweigen sich im Bereich des Warzenhofes. Im Warzenhof befinden sich Nervenendungen, welche die Milchbildung regulieren, d.h. je mehr Warzenhof und Brustwarze stimuliert werden, desto mehr Milch wird gebildet. Je häufiger das Baby also an der Brust saugt, desto mehr Milch wird produziert.
Im Brustwarzenhof befinden sich spezielle Talgdrüsen, die sogenannten Montgomery-Drüsen. Sie sondern eine Substanz ab, welche die Haut der Brustwarzen und des Warzenhofes geschmeidig hält und antibakteriell wirkt.

Die Milchbildung

Zwei Stillhormone sind hauptsächlich für die Milchbildung verantwortlich. Das Prolaktin bildet die Milch in den Drüsen und das Oxytocin bringt die Milch zum Fließen. Saugt ein Baby an der Brust, ziehen sich die Milchbläschen und Milchgänge zusammen. Die Milch fließt aus der Brustwarze. Dieser Vorgang wird als Milchspendereflex oder auch als «letdown reflex» bezeichnet. Er wird an beiden Brüsten gleichzeitig und während einer Stillmahlzeit mehrmals ausgelöst. Die Mutter kann das Auslösen des Milchspendereflexes an folgenden Zeichen erkennen:

  • prickelndes warmes Gefühl oder Stechen in der Brust
  • die andere Brust beginnt zu fließen
  • das Baby schluckt schnell und regelmäßig

Angst oder Stress kann sich negativ auf das Oxytocin auswirken und die Milch fließt nicht oder nur verzögert, obwohl sie sich in der Brust befindet.

Was geschieht während der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft beginnt das Drüsengewebe zu wachsen. Der Warzenhof wird größer und verfärbt sich dunkel, was dem Baby nach der Geburt das Finden der Brust erleichtert. Bereits ab der 20. Schwangerschaftswoche bildet die Brust Vormilch (Kolostrum). Diese kann manchmal schon in der Schwangerschaft ausfließen.

Flach- und Hohlwarzen

Es ist hilfreich, schon während der Schwangerschaft die Form der Brustwarzen zu kontrollieren:

Drücke die Brust sanft am Warzenhof nahe der Brustwarze zusammen.
Treten die Brustwarzen nicht hervor (Hohlwarzen) oder bleiben flach (Flachwarzen), kann es für das Baby schwierig werden, die Brust korrekt zu fassen.

Ist dies der Fall, kontaktiere am besten während der Schwangerschaft eine Still- und Laktationsberaterin IBCLC oder Hebamme.

Gelingt es dem Baby in den ersten Tagen nach der Geburt nicht effizient an der Brust zu saugen, besteht die Möglichkeit ein Brusthütchen (z.B. ARDO Tulips) zu verwenden oder mit einer Milchpumpe (z.B. ARDO Calypso oder ARDO AmaryllStart) abzupumpen und dem Baby die Muttermilch mit der Flasche zu verabreichen. Auf diese Weise erhält es alle gesundheitlichen Vorteile, welche die Muttermilch bietet.

Dieser Fachartikel wurde zur Verfügung gestellt von Ardo medical (www.ardo.de)

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Kommentar von Salomoon |

I finde, dass diese website gut sein. helfen anderen Menschen, wenn Probleme mit Muittermilch und Muttermilchdrüse.
Kuss dankee

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