Baby korrekt anlegen und wunde Brustwarzen vermeiden

So stillen Sie in den ersten Tagen

Anzeichen für ein korrektes Anlegen des Kindes sind nach außen gestülpte Lippen, ein abgesenkter Unterkiefer, Kinn & Nase des Babys berühren die Brust © Oksana Kuzmina - Fotolia.com

Viele Stillprobleme lassen sich durch korrektes Anlegen des Babys und eine gute Stillposition vermeiden. Stillen in den ersten Tagen nach der Geburt stellt für Mutter und Kind den Anfang einer neuen Beziehung dar, d.h. sich aufeinander einzulassen und einzustellen. Aber wie legt man das Kind richtig an? Woran erkenne ich, dass mein Baby richtig an der Brust trinkt?

Bequeme Lage

Nehmen Sie eine bequeme Lage ein, z.B. Unterstützung durch Kissen (Rücken, Bauch, je nach Position). Das Kind sollte mit Ihnen Bauch an Bauch liegen, damit es sein Köpfchen beim Stillen nicht drehen muss.

Brust beim Stillen stützten

Während der ersten Wochen  machen viele Mütter die Erfahrung, dass das Stillen besser geht, wenn sie ihre Brust beim Anlegen und während der Stillmahlzeit stützen. Dadurch werden eine bessere Stillhaltung und Anlegetechnik erreicht.

C-Griff

Die Brust wird häufig im sog. C-Griff gestützt: 3 oder 4 Finger halten die Brustunterseite, der Daumen liegt locker auf der Brustoberseite, etwa 5 cm von der Brustwarze (Mamille) entfernt.

Wichtig ist, dass die Finger weit genug hinter dem Brustwarzenhof liegen, insbesondere auf der Unterseite der Brust. Mit dem C-Griff ist es einfacher, die Finger weit genug hinter dem Warzenhof zu lassen, so dass sie dem Kind nicht im Weg sind, wenn es trinkt.

Mütter mit großen Brüsten sollten während der gesamten Stillmahlzeit ihre Brust stützen, damit das Gewicht nicht auf das Kinn des Babys drückt. Hilfreich ist eine zusammengerollte Babydecke oder ein kleines Handtuch unter die Brust zu legen.

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So öffnet das Baby seinen Mund

Babys verfügen über einen angeborenen Reflex, der sie dazu veranlasst, den Mund weit zu öffnen, wenn er richtig ausgelöst wird. „Kitzeln“ bzw. berühren Sie mit der Brustwarze leicht die Unterlippe Ihre Babys, um fordern Sie es so dazu auf, seinen Mund weit zu öffnen.

Wenn das Kind den Mund geöffnet hat, kann es durch die Zunge die Milchgänge hinter der Areola gut ausmassieren und den Milchspendereflex durch den Saugreiz auslösen. Sobald der Mund geöffnet ist, sollten Sie Ihre Brustwarze auf den Zwischenraum zwischen Zunge und Oberlippe des Babys ausrichten, während Sie das Baby eng an sich heranziehen.

Auf diese Weise liegt die Brustwarze geschützt. Das weite Öffnen des Mundes ist sehr wichtig, weil das Kind die Brust weit in seinen Mund nehmen muss, um wirkungsvoll und effektiv trinken zu können.

Anzeichen für ein korrektes Anlegen

Anzeichen für ein korrektes Anlegen des Kindes sind nach außen gestülpte Lippen, ein abgesenkter Unterkiefer (so weit wie möglich hinter der Brustwarze), Kinn und Nase des Babys berühren die Brust. Das Kind ist entspannt und sollte rhythmisch saugen, trinken und schlucken.

Hat Ihr Kind die Brust gut erfasst, sollte es so eng an Sie herangezogen werden, dass sich sein Kinn in die Brust drückt. Seine Nase ruht ebenfalls an der Brust.

Anzeichen für ein nicht-korrektes Anlegen

Während der ersten Tage der Stillzeit kann es Zeit und Geduld erfordern, bis das Baby richtig trinkt und ansaugt. Spüren Sie Schmerzen beim Stillen oder liegt Ihr Baby nicht gut an der Brust, sollten Sie es sanft abnehmen und erneut anlegen.

Nicht-korrektes Anlegen führt oft zu wunden/verletzten Brustwarzen und unwirksamen Saugen. Wunde Brustwarzen werden fast immer durch eine schlechte Stillhaltung, eine falsche Anlegetechnik oder ein Saugproblem verursacht.

Um den Saugschluss sanft auszulösen, schieben Sie vorsichtig den kleinen Finger in den Mundwinkel des Babys, zwischen den Zahnleisten.

Pflege und Behandlung wunder Brustwarzen

Für eine schnelle und effektive Behandlung von wunden, gereizten und entzündeten Brustwarzen ist das Auflegen der Multi-Mam Brustkompresse mit bio-aktiven Gel empfehlenswert. Der in der Multi-Mam-Kompresse enthaltene Wirkstoff (2QR-Komplex) unterstützt den Heilungsprozess, blockiert viele schädliche Mikroorganismen und verhindert das Risiko von Infektionen.

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Um wunde Brustwarzen zu vermeiden, sollte Ihr Kind die Brust während der gesamten Stillzeit tief in seinem Mund behalten.

Eine gute, bequeme und stabile Stillhaltung und Abstützen des Babys helfen Ihnen, Ihr Kind auf Brusthöhe zu halten, ohne dass Sie ermüden oder Ihre Muskeln zu sehr belastet werden.

 

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Quellen:
Andrea Stiefel,Christine Geist,Ulrike Harder  (): Hebammenkunde: Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf
Dora Schweitzer (): Stillen: Ihre Stillberatung für zu Hause. Mütter berichten: Das hat mir geholfen

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